Die Hörndlwand bei Ruhpolding im Abendlicht – Blick vom Rechenberg bei Oberwössen
Bildergalerie: Abend am Rechenberg mit Blick zur Hörndlwand
Es sind die Situationen, in denen man ganz schnell den Rucksack in die Kuhfladen wirft, am Reißverschluss nestelt und die Kamera herauszieht. Meist bleiben nur 30 Sekunden für das Foto. Diesmal: die Hörndlwand bei Ruhpolding, glühend im Abendlicht – Ayers-Rock-Feeling im Chiemgau, beim Abstieg vom Kleinen Rechenberg.
Der Rechenberg bei Oberwössen ist lange Zeit mein Trainingsgelände für die Kondition gewesen. Von Brem durch den Hammerergraben hinauf zur Rechenbergalm, weiter zur Bergaderalm – eine Strecke, die man irgendwann im Schlaf kennt. Umso schöner, wenn der Berg einen nach all den Trainingsrunden doch noch überrascht.
Tourbeschreibung: Von Brem durch den Hammerergraben zur Rechenbergalm und Bergaderalm
Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz Hammerergraben in Brem bei Oberwössen. Der Weg führt zunächst durch den Wald hinauf zur Burgaualm mit ihrer kleinen Almkapelle. Danach verlässt man für ein Stück den Fahrweg und steigt auf einem Bergpfad über eine Lichtung und durch den Wald weiter, bis der Pfad in die Almstraße zur Rechenbergalm mündet. Die Alm liegt auf der Südseite des Rechenbergkamms – mit freiem Blick zur Hörndlwand und hinüber zum Kaisergebirge.
Oberhalb der Rechenbergalm ziehen die Almwiesen weiter zur Bergaderalm und zum Sattel am Rechenbergkamm. Bis hierher ist die Tour eine unschwierige, aber konditionell ordentliche Almwanderung – genau das, was man für ein regelmäßiges Training braucht. Nach Regen und im Frühjahr können die Wiesen allerdings tief und morastig sein.
Wer vom Kamm weiter in Richtung Dampfschiff und Kleiner Rechenberg möchte, verlässt die markierten Wege: Dort oben warten wegloses Gelände, ausgesetzte Stellen und leichte Kletterei. Das ist nur etwas für Trittsichere mit alpiner Erfahrung und trockene Verhältnisse.
Tour-Steckbrief
- Ziel: Rechenbergalm (1.160 m) und Bergaderalm am Rechenberg, Chiemgauer Alpen; darüber der Kleine Rechenberg (1.466 m)
- Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Hammerergraben in Brem bei Oberwössen, Gemeinde Unterwössen (rund 665 m)
- Route: Brem / Hammerergraben – Burgaualm mit Almkapelle – Rechenbergalm – Bergaderalm – Sattel am Rechenbergkamm; Abstieg wie Aufstieg
- Charakter: überwiegend Forst- und Almwege, nach der Burgaualm ein Stück Bergpfad; bis zu den Almen einfach. Die Gipfel am Kamm sind unmarkiert und deutlich anspruchsvoller.
- Zeit / Höhenmeter: bis zur Rechenbergalm rund 500 Höhenmeter und etwa 1,5 Stunden im Aufstieg; vergleichbare Touren bis auf den Kleinen Rechenberg werden mit rund 830 Höhenmetern angegeben
- Einkehr: Rechenbergalm, in der Almsaison von etwa Mai bis Oktober bewirtschaftet (Ruhetag beachten)
Prüfe vor der Tour Wetter und Wegzustand. Auf den Almflächen weidet im Sommer Vieh – bitte Abstand halten und Gatter wieder schließen. Für den Abstieg am Abend gehört eine Stirnlampe in den Rucksack.
Zum Abgleichen und Planen: Rechenbergalm bei Höhenrausch und Rechenbergalm von Oberwössen bei Zeit am Berg.
Fotolocation Rechenberg: Die Hörndlwand im letzten Licht
Die Hörndlwand steht östlich des Rechenbergs über dem Röthelmoos – ein breiter, heller Felsklotz, der von hier aus fast frei über den Wäldern aufragt. Tagsüber wirkt sie eher unscheinbar grau. Am Abend, wenn die Sonne tief im Westen steht, trifft das Licht die Wand frontal, und für wenige Minuten leuchtet der Kalk in Orange und Rot. Daher der Gedanke an den Ayers Rock.
Planen lässt sich so ein Moment nur bedingt. Die Farbe kommt spät, hält kurz und hängt an einer Lücke in den Wolken am westlichen Horizont. Wer am Abend vom Kamm über die Almwiesen absteigt, hat die Wand immer wieder im Blick – und sollte die Kamera griffbereit tragen, statt sie tief im Rucksack zu verstauen. Ich spreche aus Erfahrung.
Ein leichtes Tele holt die Wand heran und lässt den dunklen Wald davor zum ruhigen Sockel werden; belichtet wird auf die hellen Felspartien, damit die Farbe nicht ausfrisst. Mehr vom Rechenberg zeigen die Beiträge Am Rechenberg bei Oberwössen und die Almrunde über Rechenbergalm und Röthelmoosalm.
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Dreißig Sekunden Licht an einer Felswand – und ein Bild, das bleibt. Solche Augenblicke sind der Grund, warum die Kamera auch auf der hundertsten Trainingsrunde mitkommt. Eine Auswahl meiner Landschaftsaufnahmen aus den Chiemgauer Alpen gibt es als Fine-Art-Print im Shop.
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Häufige Fragen zum Rechenberg und zum Blick auf die Hörndlwand
Von wo sieht man die Hörndlwand im Abendlicht?
Vom Rechenberg bei Oberwössen, etwa von den Almwiesen rund um Rechenbergalm und Bergaderalm. Von dort blickt man nach Osten auf die Wand, die am Abend von der tief stehenden Sonne direkt angestrahlt wird.
Wo beginnt die Wanderung zur Rechenbergalm?
Am Wanderparkplatz Hammerergraben in Brem bei Oberwössen. Von dort geht es über die Burgaualm mit ihrer Almkapelle hinauf zur Rechenbergalm und weiter zur Bergaderalm.
Wie lang und wie schwierig ist die Tour am Rechenberg?
Bis zur Rechenbergalm sind es rund 500 Höhenmeter und etwa anderthalb Stunden; zur Bergaderalm und zum Sattel am Kamm kommt noch ein Stück dazu. Die Wege sind einfach, verlangen aber etwas Kondition. Die Gipfel Dampfschiff und Kleiner Rechenberg sind unmarkiert und nur für Geübte.
Wann ist die beste Zeit zum Fotografieren?
In der letzten halben Stunde vor Sonnenuntergang an Tagen, an denen der westliche Horizont frei ist. Die intensive Farbe an der Hörndlwand hält nur wenige Minuten. Plane den Abstieg in der Dämmerung ein und nimm eine Stirnlampe mit.







Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
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Volker Lesch - Alpenland Fotografie
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