Kloster Höglwörth – Zeitlose Schönheit im Berchtesgadener Land

Ein Ort der Stille, eingebettet in eine harmonische Verbindung aus Natur und Kultur: Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Höglwörth liegt auf einer Halbinsel im Höglwörther See nahe Anger im Berchtesgadener Land.

Kirche, Klostergebäude, See und umgebende Landschaft bilden ein Ensemble, das zu jeder Tages- und Jahreszeit eine andere Wirkung entfaltet. Besonders reizvoll sind die Spiegelungen der historischen Gebäude im Wasser. Nebel, Wolken, Schnee und die Farben des Abendlichts verändern das vertraute Motiv immer wieder.

Kloster Höglwörth im Wechsel der Jahreszeiten

Ich habe das Kloster Höglwörth über einen längeren Zeitraum hinweg unter unterschiedlichen Bedingungen fotografiert. Die Bildserie zeigt den Ort im frühen Morgenlicht, bei Nebel, in der klaren Winterlandschaft und vor farbigen Sonnenuntergängen.

Dabei geht es mir nicht nur um die dokumentarische Darstellung des Klosters. Mich interessiert vor allem die besondere Ruhe dieses Ortes: das Wechselspiel aus Architektur, Wasser, Licht und Landschaft.

Manchmal erscheint das Kloster deutlich und beinahe grafisch im Licht. An anderen Tagen lösen Nebel oder Spiegelungen die festen Konturen auf. So entstehen Fotografien, die denselben Ort zeigen und dennoch ganz unterschiedliche Stimmungen vermitteln.

Landschaftsfotografie am Höglwörther See

Der Höglwörther See eröffnet rund um das Kloster unterschiedliche Perspektiven. Je nach Standort treten die Kirche, die Klostergebäude, die bewaldete Umgebung oder die Spiegelung im Wasser stärker hervor.

Gerade diese Verbindung aus gebauter Kultur und gewachsener Landschaft macht Kloster Höglwörth für mich zu einem der besonderen Fotomotive im Berchtesgadener Land.

Die Aufnahmen dieser Seite zeigen meine persönliche fotografische Sicht auf einen Ort, der trotz seiner Bekanntheit viel von seiner stillen und zeitlosen Ausstrahlung bewahrt hat.

Bilder vom Kloster Höglwörth kaufen

Die Fotografien vom Kloster Höglwörth eignen sich als ruhige, hochwertige Bildmotive für private Wohnräume, Büros, Praxen, Hotels und andere repräsentative Räume.

Die Bilder sind in unterschiedlichen Formaten und auf verschiedenen Materialien erhältlich – auf Wunsch auch gerahmt und in individuell abgestimmten Größen.

Grundsätzlich können alle Fotografien, die du auf meiner Website entdeckst, als Bild oder Lizenz angefragt werden. Ist ein bestimmtes Motiv nicht direkt im Shop zu finden, genügt eine kurze Nachricht mit einem Hinweis auf die betreffende Aufnahme.

Kloster Höglwörth und Höglwörther See – kurzer Dokumentarfilm

Neben den Fotografien existiert auf der Website ein älterer Film über das Kloster, den Höglwörther See und die Geschichte des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts.

Hier das Transkript des Films:
 

Film, Schnitt und Musik: Volker Lesch

Text und Moderation: Michael Gentschy

 

Kloster Höglwörth im Berchtesgadener Land

Als vor rund 10000 Jahren der gewaltige Saalachgletscher zu schmelzen begann, floss dort wo heute der Höglwörth liegt, ein reissender Fluss,. In einem Mäander bildete sich eine Halbinsel und schließlich entstand aufgrund geotektonischer Veränderungen ein friedlicher See.

Vor 800 Jahren gründete der Erzbischof Konrad von Salzburg auf der Halbinsel das spätere Augustinerkloster Höglwörth, Es erhielt seine heutige Form mit Rokokokirche im 17. Jahrhundert.

Man darf zu recht behaupten, dass das Kloster Höglwörth und der Höglwörther See eines der schönsten und romantischsten Ensembles in Bayern darstellen – perfekte Harmonie von Natur und Kulturlandschaft, ein Ort des Friedens und der Stille.

In weniger als eine halben Stunde kann man den See auf einem bequemen Wanderweg umrunden. Immer wieder eröffnen sich überraschende Perspektiven auf das Kloster das sich mit seinen bunten Mauern und schindelgedeckten Dächern malerisch im see spiegelt.

Der Moorsee mit seinem weichen Wasser lädt bereits im Frühsommer zum Baden ein. Es ist der wärmste Badesse Bayerns.

Das Kloster Höglwörth entging als einziges bayerisches Kloster der Säkularisation von 1803 aufgrund der Tatsache, dass der Landstrich erst 1810 endgültig von Salzburg nach Bayern ging.

Erst auf Eigeninitiative der Augustinermönche, die 1813 einen Protestmarsch nach München machten und um die Auflösung des Klosters ersuchten, wurde das Kloster 1817 als letztes Kloster in Bayern säkularisietrt.

Man sagt, dass es der Abt Gilbert Grab war, der dem Kloster das Grab geschaufelt hat. Im Gegensatz zu den Benediktinern waren die Augustiner Chorherren meist uneheliche Söhne von Adeligen, die sozusagen im Kloster kaltgestellt wurden und keine erbberechtigten Nachkommen zeugen konnten. Sie wohnte zwar meist mit Diener wie Pensionäre im Ruhestand, waren aber nicht wirklich frei und so verwundert es auch nicht, dass sie die Säkularisation als Chance nutzten, dem erzwungenen Klosterleben zu entfliehen.

1824 wurde das Kloster veräußert und fiel schließlich an die Brauerei Wieninger aus Teisendorf – ein Glücksfall, denn so wurde das Ensemble aufwändig renoviert und in seinem Originalzustand erhalten.

Eiskapelle und Watzmann im Berchtesgadener LandVolker Lesch - Alpenland Fotografie
Der Weißbach-Wasserfall an der Deutschen AlpenstraßeVolker Lesch - Alpenland Fotografie
Die Poesie der Bäume - Schloß RamholzVolker Lesch - Alpenland Fotografie

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