Im Bergener Moos – Wintermorgen am Fuß der Chiemgauer Alpen
Die Bilder täuschen. Es ist noch fast dunkel, als ich Mitte Februar gegen halb sieben Uhr morgens meinen Spaziergang durchs Bergener Moos beginne. „Zapfig“ ist’s, der gefrorene Schnee knirscht rhythmisch unter meinen Füßen.
Kaum zu glauben, dass ich mich auf und in einer ehemaligen Bucht des relativ weit entfernten Chiemsees bewege. Der Chiemsee-Gletscher war vor zehn- bis zwanzigtausend Jahren so mächtig, dass gerade mal der Gipfel des Hochfelln (1674 m) aus den Eismassen ragte. Nach dessen Abschmelzen formte sich das Becken des Bergener Mooses. Die damals wie heute üppige Vegetation sorgte für die zunehmende Vertorfung der Senken.
Bildergalerie: Winter im Bergener Moos
Spaziergang durchs Bergener Moos: Monduntergang und Sonnenaufgang
Kurz vor sieben dann ein einzigartiges Naturschauspiel. Der Mond versinkt in einem zartvioletten Himmel im Westen, während auf der anderen Seite die Sonne über dem Hochstaufen und Zwiesel bei Bad Reichenhall auftaucht. Für ein paar Minuten liegt das ganze Moos zwischen zwei Lichtquellen, und ich weiß nicht so recht, in welche Richtung ich die Kamera halten soll. Als ich ins Haus zurückkehre, setzt bereits Tauwetter ein.
Die Berge im Panorama von links nach rechts: Hochfelln, Hochgern, Geigelstein, Hochplatte, Friedenrath, Staffen, Kampenwand, Hochries.
Das Bergener Moos ist eine weite, geschützte Moorlandschaft am Rand von Bergen im Landkreis Traunstein. Feld- und Moorwege führen unter anderem an der Weißen Ache entlang durch Streuwiesen und Torfsenken, fast ohne Steigung und mit freiem Blick auf die Chiemgauer Alpen. Im Frühjahr blühen hier Buschwindröschen und Schlüsselblumen, später färben Orchideen die Wiesen, und mit etwas Glück hörst Du den seltenen Großen Brachvogel.
Bleib auf den Wegen: Die Moorflächen sind empfindlich, zur Brutzeit gilt das erst recht. Im Winter können die Wege vereist sein, nach Tauwetter sind sie stellenweise matschig. Prüfe vor dem Start Wetter und Wegzustand.
Besuchs-Steckbrief
- Ziel: Bergener Moos, Moorlandschaft bei Bergen im Chiemgau, Landkreis Traunstein
- Ausgangspunkt: Bergen, Ortsrand Richtung Moos
- Route: Feld- und Moorwege, unter anderem entlang der Weißen Ache; verschiedene Runden möglich
- Charakter: flach und leicht, ganzjährig begehbar, familienfreundlich
- Zeit/Strecke/Höhenmeter: je nach Runde rund 5 bis 11 km, 1,5 bis 3 Stunden, etwa 100 bis 150 Höhenmeter (Angaben vergleichbarer Runden)
- Einkehr: Gasthäuser in Bergen
Ausführliche Tourdaten findest Du bei Bergwelten und Bergsteiger.
Fotolocation Bergener Moos: Licht, Standorte und Motive
Das Bergener Moos ist ein Ort für die Stunde vor und nach Sonnenaufgang. Weil das Gelände flach und offen ist, reicht der Blick ungehindert über die ganze Kette der Chiemgauer Alpen vom Hochfelln bis zur Hochries. Im Winter liegt die Sonne tief im Südosten und streift die verschneiten Streuwiesen von der Seite, das bringt Struktur in jede Schneewehe und jedes Grasbüschel. Um Vollmond lohnt sich der doppelte Blick: Im Westen versinkt der Mond im violetten Gegenlicht, im Osten färbt die Sonne die Gipfel.
Als Motive bieten sich Panoramen der Bergkette, einzelne Birken und Heustadel als Vordergrund sowie Raureif und Eiskristalle an den Gräsern für Nahaufnahmen an. Ein leichtes Teleobjektiv verdichtet die Bergkulisse, ein Weitwinkel nimmt die Weite des Mooses mit. Für längere Belichtungen in der Dämmerung gehört ein Stativ ins Gepäck, und warme Handschuhe sowieso. Abends wechselt die Szene: Dann leuchtet der Himmel über dem Moos im Westen, wie beim Sonnenuntergang über dem Bergener Moor.
Landschaftsfotografie aus dem Chiemgau
Fotografie, Video und Webdesign aus einer Hand
Für Gastgeber, Almen, Hotels und Unternehmen rund um Chiemsee und Chiemgauer Alpen:
- Konzeption und Webdesign mit WordPress
- Landschafts- und Architekturfotografie
- Bilder von Zimmern, Räumen und Angeboten
- Videos und Firmenvideos in 4K im Cinematic-Look, mit Originalton
- On-Location-Portraits
- Texte und lokale Suchmaschinenoptimierung
Winterliche Weite, erstes Licht über den Chiemgauer Alpen und die Ruhe eines Moores am frühen Morgen: Die Bilder aus dem Bergener Moos gibt es als hochwertige Fine-Art-Prints für Dein Zuhause oder Büro.
Für Hotels, Ferienwohnungen und Tourismusbetriebe in der Region entstehen auf Wunsch eigene Bildserien. Erzähl mir von Deinem Projekt.
Häufige Fragen zum Bergener Moos
Wo liegt das Bergener Moos und wo startest Du?
Das Bergener Moos liegt am Rand von Bergen im Landkreis Traunstein, zwischen dem Chiemsee-Becken und dem Hochfelln. Ausgangspunkt ist Bergen; von dort führen Feld- und Moorwege ins Moos, unter anderem entlang der Weißen Ache.
Wie lang und wie anstrengend ist ein Spaziergang durchs Moos?
Die Wege sind flach und leicht. Je nach Runde bist Du rund 5 bis 11 km und 1,5 bis 3 Stunden unterwegs, mit nur etwa 100 bis 150 Höhenmetern. Die Runden eignen sich auch für Familien und sind das ganze Jahr begehbar.
Was solltest Du im Moos beachten?
Bleib auf den Wegen, denn die Moorflächen sind empfindlich und zur Brutzeit Rückzugsort für seltene Vögel wie den Großen Brachvogel. Im Winter können die Wege vereist sein, nach Tauwetter matschig. Einkehren kannst Du in Bergen.
Wann ist die beste Zeit zum Fotografieren?
Am stärksten wirkt das Moos an klaren Wintermorgen kurz vor und nach Sonnenaufgang, wenn Raureif auf den Gräsern liegt und die Chiemgauer Alpen im ersten Licht stehen. Im Frühjahr und Sommer sorgen Blüten für Farbe, abends lohnt der Blick nach Westen in den Sonnenuntergang.


Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie