Vom Adersberg zur Steinlingalm an der Kampenwand – Winterwanderung mit Chiemseeblick
Bildergalerie: Gederer, Kampenwand und Chiemsee im Winter
Vorab: Die Wanderung vom Adersberg zur Steinlingalm ist weitgehend unspektakulär und führt über lange Strecken durch Wald. Erst im oberen Drittel wird der Blick frei. Dann aber wirklich großartig: vom Chiemsee über Gederer, Staffen, Hochfelln und Hochgern bis zur Hochplatte. Richtung Westen Hochries und Wendelstein, im Norden der Simssee.
Außerdem: Das Ganze zieht sich. Wer die Kamera dabeihat, braucht also Geduld – und wird oben an der Kampenwand dafür belohnt.
Tourbeschreibung: Vom Hotel Adersberg über Rossboden und Sultensattel zur Steinlingalm
Startpunkt ist das Hotel Adersberg, dann geht es – unterhalb von Gedererwand und Erlbergkopf – vorbei an der Weißenalm. Nach knapp einer Stunde trifft man auf den Anstieg vom Wanderparkplatz Hintergschwendt/Aigen. Ab dort wird der Weg steiler, bis er nach etwa einem Kilometer in einen Pfad durch den Wald übergeht. Über Wurzelwerk und felsige Abschnitte geht es hinauf zu einer Lichtung, dem Rossboden, mit der Abzweigung zum Gederer.
Danach quert man den grasigen – an diesem Tag verschneiten – Osthang des Sulten, bis die Steinlingalm zu sehen ist. Durch den Sultensattel geht es zur Alm, über der die Felszacken der Kampenwand stehen.
Beim nächsten Mal starte ich auf jeden Fall wesentlich früher und vom Parkplatz Aigen. Dann auch bis auf den Kampenwand-Gipfel. Danke an Terra-HD für das Webcam-Foto von mir. Auch wenn es so aussehen mag: Ich war nicht auf der Flucht!
Tour-Steckbrief
- Ziel: Steinlingalm (1.467 m) auf der Nordseite der Kampenwand, Chiemgauer Alpen
- Ausgangspunkt: Hotel Adersberg oberhalb von Rottau (rund 820 m); kürzer vom Wanderparkplatz Hintergschwendt/Aigen bei Aschau
- Route: Adersberg – Weißenalm – Einmündung in den Weg von Hintergschwendt/Aigen – Rossboden – Osthang des Sulten – Sultensattel – Steinlingalm; Abstieg wie Aufstieg
- Charakter: lange Waldwanderung auf Forstwegen und Pfaden mit Wurzeln und felsigen Stellen; im Winter je nach Schneelage mit Grödeln oder Schneeschuhen
- Zeit / Höhenmeter: vom Adersberg rund 650 Höhenmeter. Zum Vergleich: Der Normalweg ab Hintergschwendt/Aigen wird mit etwa 625 Höhenmetern und 2 Stunden im Aufstieg angegeben; vom Adersberg kommt knapp eine Stunde Anmarsch dazu.
- Einkehr: Steinlingalm, im Sommer und an bestimmten Tagen im Winter bewirtschaftet – Öffnungszeiten vorher prüfen
Im Winter gilt: früh starten. Die Tage sind kurz, der Weg ist lang, und der Hang unter dem Sulten kann hart gefroren oder verweht sein. Prüfe vor der Tour Wetter, Schneelage und Lawinenlagebericht.
Zum Abgleichen und Planen: Steinlingalm bei Höhenrausch und Kampenwand und Steinlingalm bei Bergtour-Online.
Fotolocation Steinlingalm: Felszacken, Chiemsee und Winterlicht
Fotografisch ist diese Tour eine Geduldsprobe mit Belohnung. Zwei Drittel des Weges verlaufen im Wald; dort bleibt die Kamera meist im Rucksack. Dann öffnet sich die Landschaft, und innerhalb weniger Minuten hat man mehr Motive, als die verbleibende Zeit hergibt.
Das erste ist der Gederer mit seinen Felstürmen, allen voran der Zwölferturm. Vom Rossboden und vom Hang des Sulten aus stehen die Zacken frei vor dem Himmel – ein Fall für das Teleobjektiv, das Fels und Schnee dicht zusammenrückt. Daneben tauchen bekannte Nachbarn auf, diesmal von der anderen Seite: der Erlbergkopf und, als heller Felssporn, der Friedenrath.
Das zweite ist der Chiemsee. Von der Steinlingalm und vom Sultensattel liegt er weit unter einem, eingerahmt von Gederer, Staffen, Hochgern und Hochplatte. Im Winter ist das Voralpenland oft dunstig oder liegt unter Hochnebel, während oben die Sonne scheint – dann wird aus dem Seeblick ein Bild in Schichten. Ein Weitwinkel mit verschneitem Vordergrund fängt die Weite ein.
Und schließlich die Kampenwand selbst: Die gezackte Felsmauer direkt über der Alm wirkt am stärksten im Streiflicht des Nachmittags, wenn jede Rippe Schatten wirft. Im Schnee gilt wie immer: leicht überbelichten, damit das Weiß weiß bleibt, und die Spuren im Vordergrund erst nach dem Foto setzen. Wer später startet als geplant – so wie ich –, bekommt dafür immerhin das wärmere Licht.
Landschaftsfotografie aus dem Chiemgau
Fotografie, Video und Webdesign aus einer Hand
Für Gastgeber, Almen, Hotels und Unternehmen rund um Chiemsee und Chiemgauer Alpen:
- Konzeption und Webdesign mit WordPress
- Landschafts- und Architekturfotografie
- Bilder von Zimmern, Räumen und Angeboten
- Videos und Firmenvideos in 4K im Cinematic-Look, mit Originalton
- On-Location-Portraits
- Texte und lokale Suchmaschinenoptimierung
Lange nichts, dann alles auf einmal: Felstürme, ein See unter Dunst, die Kampenwand im Nachmittagslicht. Eine Auswahl meiner Landschaftsaufnahmen aus dem Chiemgau gibt es als Fine-Art-Print im Shop.
Wenn Du ein bestimmtes Motiv suchst, Bilder für Räume, Publikationen oder Deine Website brauchst oder ein eigenes Fotoprojekt in den Bergen planst, sprechen wir am besten direkt darüber.
Häufige Fragen zur Wanderung vom Adersberg zur Steinlingalm
Wo beginnt die Wanderung zur Steinlingalm?
Diese Variante beginnt am Hotel Adersberg oberhalb von Rottau. Kürzer und üblicher ist der Start am Wanderparkplatz Hintergschwendt/Aigen bei Aschau; beide Wege treffen nach knapp einer Stunde zusammen.
Wie lang und wie schwierig ist der Weg vom Adersberg zur Steinlingalm?
Es sind rund 650 Höhenmeter, und der Weg zieht sich: Zum zweistündigen Normalanstieg ab Aigen kommt knapp eine Stunde Anmarsch dazu. Technisch ist die Tour einfach, verläuft aber lange durch Wald und im oberen Teil über Wurzeln und felsige Abschnitte.
Kann man die Tour im Winter gehen?
Ja, bei sicheren Verhältnissen. Je nach Schneelage brauchst Du Grödel oder Schneeschuhe, und Du solltest früh starten, weil die Tage kurz sind. Prüfe vorher Wetter und Lawinenlagebericht – der Hang unter dem Sulten ist offen und kann verweht sein.
Was lässt sich an der Steinlingalm fotografieren?
Den Tiefblick auf den Chiemsee, die Felszacken der Kampenwand direkt über der Alm und die Türme des Gederer. Am schönsten ist das Licht am Nachmittag; im Winter liegt das Voralpenland oft im Dunst, während oben die Sonne scheint.


Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie
Volker Lesch - Alpenland Fotografie