Reisefotografie – Mallorca Teil 2 – Im Frühling

Es gibt äußerst sensible Plätze auf unserem Planeten. Genau die Schnittpunkte, wo Natur und Zivilisation aufeinandertreffen und immer häufiger miteinander zu raufen beginnen.

Während meiner Aufenthalte auf Mallorca habe ich die Salinen bei Es Trenc ein paarmal besucht, mich langsam an wunderschöne Motive in die Abendstunden hinein herangetastet. Motive, die mich manchmal mehr an Jungfrau und Eiger, ans Gebirge, als an eine Mittelmeerinsel erinnerten.

Bis irgendwann die Flamingos auftauchten. Und bis ich irgenwann in den Dünen landete. Dort, wo Vögel ihre Nahrung zwischen den Abfällen der vergangenen Urlaubssaison picken. Zwischen Plastik, Batterien, Metall, Müll. Dort, wo Naturschutzgebiete mit der sich ausbreitenden Zivilisation hadern. Korruption, Schwarzbauten. Auch Hotels, wie in der Cala Santanyí, direkt am Strand. Die Nachbarinsel Ibiza hat in manchen Orten den sanften Tourismus entdeckt. Wellness, vollwertige Nahrung, Bio von früh bis spät. Tagsüber drückt an manchen Tagen allerdings der Wind die Scheiße in die Bucht. An Baden ist dann nicht zu denken. Das alles macht nachdenklich. Sehr nachdenklich.

Was ich damit sagen will? Natur und Sonnencreme haben schon lange fusioniert, aber in vielen Regionen der Erde wird es bedrohlich eng. Auch auf den Balearen. Mit jeder unserer Reisen tragen wir Verantwortung. Verantwortung für das, was wir hintragen, hinterlassen und mitbringen. Verantwortung für uns selbst. Wenn uns Einschränkungen und Verbote sinnentleert und nutzlos erscheinen (mir übrigens auch) , dann hilft vielleicht dieses kleine Wort „Achtsamkeit„. Für Reisende, Einheimische, Investoren, Golfspieler, Nachteulen. Für Dich, für mich, für alle.  …

Natur ist tanzbar – auch ohne Lautsprecher.

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Alpenland Fotografie
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Landschaftsbilder - Naturfotos - Panoramabilder