Sechs Tipps für “gute” Fotos

Vermeide Pixelmania

Du kennst das. An jedem Samstagmorgen starten die elektronischen Werbebotschaften in Deinem Postkasten ihren lasziven Wettkampf. Nehmen wir an, Du planst den Kauf einer neuen Kamera. Du studierst eifrig die Prospekte der großen “MM” und “SH” und “KH” Märkte. Spätestens nach dem zweiten Milchkaffee wird Dir klar. Dein Geldbeutel reicht für maximal 16 Megapixel. Oh, Shit! Na und? Sieh Dir die Fotos von wirklich “großen Fotografen” an. Befrage Suchmaschinen danach. Du wirst sehr schnell feststellen. Fast alle wertvollen Aufnahmen der letzten Jahrzehnte sind einwenigundziemlich unscharf, einwenigziemlichkörnig und einwenigundziemlich verpixelt. Aber. Alle haben eines gemeinsam. Sie sind intuitiv aus dem Moment heraus entstanden, emotional und damit einzigartig.

Verlasse Deine Komfortzone

Nutze den frühen Morgen bei Sonnenaufgang, die “Blaue Stunde” oder die Nacht. Der Frühstückskaffee schmeckt nach einer gelungenen Fotosafari dreimal so gut. Wenn´s sein muß, auch der abendliche Drink. Leg Dich auf den Boden, krieche hinter Wasserfälle oder stell Dich in einen See. Für schmutzige Kleidung gibt es Waschmaschinen.

Setze Dir ein Thema

Ein einziges Thema? Im Urlaub? Zuhause? Im Wald? Ja. Konzentriere Dich vor Deiner “Session” auf das, was Du gerne auf der Speicherkarte hättest und veröffentlichen möchtest. Die bunten Kanten von Sonnenschirmen, Deinen Arbeitsplatz im Homeoffice im Umkreis von maximal 80 Zentimetern, das Laub unter Deinen Füßen, die unterschiedlichen Farben von Nadeln an den Bäumen, die Gesichter von Steinen. Du wirst überrascht sein, was sich alles an Motiven offenbart.

Denke und fühle in überschaubaren Einheiten

Gehe so nah wie möglich ran an Deine Motive. Schaffe Räumlichkeit, fühle Strukturen und Farben, verwackle die Aufnahme absichtlich, hauche Dein Objektiv an, arbeite mit Über- und Unterbelichtungen, Kontrasten, Komplementärfarben. Stell´ den Selbstauslöser auf zwei Sekunden, werfe die Kamera in die Luft, fang sie wieder auf. Benutze uralte Objektive mit entsprechendem Adapter. Fotografie lebt im Zufall, im Ausprobieren, im Geschehen lassen, lebt durch Reduktion und im Fokus auf das Wesentliche.

Ziehe alleine los

Wenn neben Dir jemand Alltags- und Problemexte rezitiert, wirst Du kaum den richtigen Rhythmus zum Fotografieren finden. In der Tat geht es – wie immer im Leben – um den adäquaten “Flow”. Der ideale Moment ist der, wo Du mit Deinem Motiv eine tiefe Gemeinsamkeit und Einheit teilst. Ob es sich um eine Wurzel am Wegesrand oder einen Menschen, den Du portraitierst handelt, spielt dabei keine Rolle. Schaffe Dir deinen eigenen, individuellen “Raum” für kreatives Sein. Und lasse Dich führen.

Benutze Software

Wenn Dir jemand erzählt, dass eine “moderne” Kamera “sofort” und “auf den Punkt” stimmungsvolle Bilder liefert – vergiss es. Alle Protagonisten der Fotografie des letzten Jahrhunderts haben einen Großteil ihrer Lebenszeit in der Dunkelkammer verbracht. Haben nachbelichtet, abgewedelt und unterschiedliche Papiere ausprobiert. Software ist weder verboten noch Hexerei. Viele Programme gibt es kostenlos oder zum Ausprobieren als Download.


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