Andrea Haneder – Malerei und Gestaltung

Jeder von uns ist Künstler – oder Künstlerin, wenn man den Impuls zum Handeln aus seinem tiefsten Inneren und aus seiner Seele bezieht. Der Weg dahin ist eine Reise. Nicht immer geradlinig, in jedem Fall aber bereichernd für seine Umgebung und für das eigene Leben. Bisweilen „arbeiten“ wir auf dieser Reise in großer emotionaler Unruhe, manchmal bekommen wir das Ticket für´s nächste Etappenziel einfach nur geschenkt. Das damit verbundene Gefühl zeigt sich in der Herzgegend. Warm, weich, angenehm. Oder als Schauer, der uns den Rücken hinunterläuft.

Grundsätzlich leben wir, um uns selber zu erfahren, um auszuprobieren, kreativ zu sein. Dabei ist das Medium unseres inneren Ausdrucks gar nicht so wichtig. Musik, Kochen, Gedichte schreiben, Fotografie oder Malerei und Gestaltung. Wer sein Potenzial entdeckt, wird feststellen, dass die Grenzen zwischen den einzelnen Genres fließend sind. Es gibt großartige Bildhauer, die gleichzeitig Theater spielen oder Designer, die ihrer schöpferischen Kraft zusätzlich im Tanz Ausdruck verleihen.

Andrea Haneder und ich kennen uns seit elf Jahren. Auch wenn wir uns in dieser Zeit nur selten persönlich begegnet sind, die meisten Etappen ihres künstlerischen Wirkens konnte ich als teilnehmender Beobachter fortwährend mitverfolgen. Über soziale Medien oder in langen nächtlichen Skype-Konferenzen. Rückblickend betrachtet haben wir uns dabei immer gegenseitig ermuntert, unsere künstlerische Persönlichkeit in die Öffentlichkeit zu tragen.

In ihrer charmanten Melange aus oberösterreichischem Dialekt und Anglizismen spricht Andrea Haneder oft vom „Calling“ – vom inneren Ruf, dieser geheimnisvollen inneren Führung, die ihr Farben und Formen in die Hände legt. Hände und Finger sind denn auch wesentliche „Werkzeuge“ ihrer Malerei. Die Bilder „entfalten“ sich nach und nach. Oft ist es ein Spritzer Farbe, der auf die Leinwand tröpfelt, um die innere Vision ans Licht zu bringen.

Die daraus entstehenden Farbexplosionen sind gleichermaßen Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Eine Gesamtperformance. Alles trägt dazu bei, die Welt ein wenig bunter und lebendiger zu machen. Als Künstlerin bedient sich Andrea Haneder dabei unterschiedlicher Techniken. Acryl auf Leinwand, Collagetechnik oder Ölpastell. Die Exponate sind kraftvoll und lebendig.

Als ich die Ausstellung im „Mühlviertel Kreativ“ im oberösterreichischen Freistadt über die Stiege betrete, fallen mir spontan zwei Worte ein. „Harmonie“ und „Lebensfreude“. Das ganze hat nichts mehr mit der Andrea Haneder zu tun, die ich vor Jahren kennenlernen durfte. Die Zeit des reinen „Ausprobierens“ scheint vorbei, die der ungebremsten Experimentierfreude steht mehr denn je im Vordergrund. Aber alles sieht dennoch sehr, sehr „organisch“ aus. Noch etwas fällt auf. Der Raum ist proper gefüllt mit exzellent aufgelegten Menschen. Eigentlich klar, wenn DIE Netzwerkerin des Mühlviertels zur Midissage lädt.

Die Veranstaltung im MÜK hat aber noch ein ganz anderes „Coming Out“ zu bieten. Andrea Haneder in einer Clownerie mit ihrem Alter Ego „Inge Reindl”. Eine schrullige Mühlviertlerin, die frech und bisweilen „böse“ ihren Mitmenschen den Spiegel vors Gesicht hält.

Ursprünglich hatte ich geplant, ein paar Fotos von Andrea mit ihren Gästen zu schießen. Doch dann berührte ich „versehentlich“ den Auslöseknopf für Videos an meiner Kamera 🙂 … Have Fun – Enjoy!

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