Quantenphilosophie und Fotografie

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“

Hermann Hesse

Zugegeben ein ziemlich „knackiges“ Thema. Dennoch – seit Jahren denke ich darüber nach, was ich eigentlich wahrnehme, wenn ich „sehe“ und was dann letztendlich auf meiner Speicherkarte landet. Klar, aus Sicht der Lehrbuchphysik fällt Licht durch das Objektiv auf den Sensor, der in lichtempfindliche Zellen aufgeteilt ist. Die Pixel. Der Bildprozessor errechnet für jedes belichtete Pixel einen Zahlenwert und schreibt diesen dann auf die Speicherkarte.

Das ist alles in Ordnung, bis wir das ganze aus Sicht der Quantenphysik betrachten. Denn, die generelle Frage ist, warum mache ich denn erst ein Bild und wenn ja, wie?

Doppelspaltexperiment

Im Doppelspaltexperiment wollte Thomas Young 1802 beweisen, dass die Wellentheorie des Lichts eine schlüssigere Erklärung liefern konnte als die Teilchentheorie von Korpuskeln. Im Versuch wird ein Quantenteilchen – ein Lichtteilchen, ein Elektron oder ein Atom – auf eine Platte mit zwei Schlitzen geschossen. Hinter diesen entsteht ein wellenartiges Interferenzmuster (aus unzähligen Teilchen), das zur Annahme führt, dass ein Teilchen zwei Wege gleichzeitig zurück gelegt haben muss – und sich nach Passieren der Schlitze mit sich selbst überlagert.

Das alles funktioniert bis an den Punkt, wo man beginnt, den Weg der Teilchen zu verfolgen und zu beobachten. Dann legen die Teilchen nicht mehr zwei, sondern nur noch einen zurück. Gleichzeitig verschwindet das wellenartige Interferenzmuster. Allein die Entscheidung des Beobachters zwingt offensichtlich auch die Teilchen dazu, genau diesen Pfad zu nehmen.

Quantenphilosophie

Ziemlich mysteriös, oder? Genau ab diesem Punkt, scheiden sich die Geister. Während Physiker postulieren, dass die Versuchsanordnung viel zu groß sei, um quantenmechanische Aktivitäten einzuordnen, eröffnen sich der Quantenphilosohie ungeahnte Möglichkeiten, Welt und Schöpfung zu verstehen.

Resonanzprinzip und die Absicht, zu fotografieren

Jeder unserer Handlungen liegt ein Gedanke zugrunde. Egal ob ich mich an einen Punkt in der Landschaft bewege oder dort den Auslöser betätige. Erst die Absicht zur Beobachtung bringt mich an den Punkt, ein Foto zu machen, mein Objektiv einzurichten, die Blende zu wählen und abzudrücken. Außerdem bin ich Teil des Großen Ganzen, aus dem ich bewußt und unbewußt einen ganz persönlichen Ausschnitt wähle. Inspiration, Intuition und Verbundenheit mit der Landschaft oder Menschen haben also Einfluß auf mein ganz individuelles Foto-Experiment. Die Welt der Beobachtung funktioniert offensichtlich nach einem einzigartigen Resonanzprinzip in der ich nichts verändern muss, sondern lediglich einem Impuls nachgehe, zu beobachten und entsprechend zu handeln.

Perfekte Fotos

Alle, die fotografieren, haben vielleicht schon die Erfahrung gemacht, dass die besten Aufnahmen, die perfekten Portraits in Momenten der größten Entspannung und damit der größten Bereitschaft zur Beobachtung gelingen. Genau in dem Moment, wo wir konzentrierte und „teilnehmender“ Beobachter des Geschehens sind.


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