Gewitter über dem Bayerischen Oberland – ND Filter

Ich sitze gemütlich mit meinem ältesten Sohn an der Mangfall im Biergarten der Maxlmühle, als plötzlich ein zarter, kühler Wind um meine Unterschenkel streicht. Noch ist es drückend schwül.

Lukas fährt weiter nach Wien und mich packt – in der Ahnung eines nahenden Gewitters – die Lust, meinen neuen Graufilter (Neutraldichtefilter) auszuprobieren. Der Wert „ND 1000“ „schluckt“ zehn Belichtungsstufen und verspricht damit eine um das 1000-fache verlängerte Belichtungszeit. Ideal für den frühen Abend und ideal, um mehrere Blitze gleichzeitig einzufangen. Bei ISO 100 und Blende 22 sind dann durchaus sechzig Sekunden und länger drin. So meine theoretische Überlegung. Ehrlich gesagt war der Filter ein Fehlkauf, aber was man nun schon mal hat, das möchte man auch ausprobieren.

Zur Praxis. Die bekanntlich immer differenziert zum Gedanken betrachtet werden muss. Auf der Ebene zwischen Mitterdarching und Warngau platziere ich das Stativ auf die Wiese. Am Horizont im Westen blitzt es bereits gewaltig. Ich stelle meine Kamera voller Vorfreude auf den genannten „theoretischen“ Wert, drücke den Auslöser und es passiert eine Minute lang – NICHTS. Nicht ein einziger Blitz. Daraufhin werden die Daten 40 Sekunden lang auf die Karte geschrieben, was der Himmel freudig mit einem wahren Blitzlichtgewitter quittiert. Ich wiederhole den Vorgang ein paarmal – zwanzig Minuten lang. Das Ergebnis ist immer wieder das Gleiche. Wunderschöne, dunkelgraue Wolken, kein einziger Blitz. Meine Freude weicht dezenter Frustration.

Um viertel vor sechs ändere ich die Strategie. Besser gesagt, das Wetter zwingt mich dazu. Mittlerweile regnet es, ein kalter Wind bläst um mein Setup und meinen Kopf. Ständig muss ich die Linse von Tropfen freiwischen. Ich reduziere die Belichtungszeit erst auf fünf, dann auf unter zwei Sekunden. Und siehe da. Es funktioniert. Auf geheimnisvolle Weise. Warum weiß ich nicht. Vier Blitze. Fast gleichzeitig. Das wirkliche Highlight offenbart sich allerdings erst bei der Bearbeitung am Bildschirm. Wolkenbilder, wie sie dramatischer nicht sein können. „Again what learned“ – würde Loddar sagen.

Ein paar Tage später entpuppt sich mein „Fehlkauf“ dann zu einer wirklich gelungenen Investition. Am Enterrottach Wasserfall (nahe des Tegernsees) in praller Mittagssonne. Siehe Foto.

Enterrottach Wasserfall Tegernsee

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