Herzstein bei Bayerisch Gmain

Erratrischer Block aus der letzten Eiszeit

Der Herzstein bei Bayerisch Gmain ist ein Findling, den die Gletscher der letzten Eiszeit an seinen heutigen Stadort am Kirchholz geschoben haben. Vor mehr als einhundert Jahren wurde er beim Kiesabbau zufällig entdeckt – heute ist die die Grube von einem Wald überwachsen. In der Mitte des Felsens hat urzeitliches Wasser eine Schale in perfekter Herzform ausgewaschen. Es wundert wenig, dass sich der Herzstein bald zum Wallfahrtsort entwickelte, Menschen von nah und fern tragen ihre Herzensanliegen hierher und zelebrieren Gebete und Rituale.

Ja, auch ich besuche den Ort hin und wieder. Wenn ich Fragen zu tiefer gehenden Lebensthemen habe. Offensichtlich triggert der Platz meine Intuition und somit mein „Höheres Selbst“. Erstaunlicherweise erhalte ich ca. zwei bis fünf Stunden nach dem Besuch eine „Antwort“. Nicht etwa, dass der Herzstein redet. Mir begegnen aus dem Nichts heraus Ereignisse, die in direktem Zusammenhang mit meinen Fragestellungen stehen. Was im übrigen meiner Definition von „Kraftorten“ sehr nahe kommt. Es gibt Plätze auf dieser Welt, auf denen uns „Energie“ sehr konzentriert, freischwingend und rein begegnet.

An diesem warmen Frühlingstag war die ehemalige Kiesgrube voller Reliquien. Die Themen leicht ersichtlich. Liebe, Trauer, Geld, Kraft. Ein „Krokodil“, das nach einem Geldsäckchen schnappt – Kerzen, die offensichtlich Zeugnis von einem großen Unglück geben. Viele Blumen und Sterne. Skurril. Ein Stück Tierhaut. Außerdem lag schaler Bierdunst bleischwer in der Kuhle. Es lässt sich darüber spekulieren, ob jemand für die Senkung der Getränkepreise oder Befreiung von Sucht gebetet hat. Vielleich ging es auch nur um die nächste freie Maß in irgendeinem Dorfgasthof.


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Am Herzstein bei Bayerisch Gmain

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